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Verkauf über ebay – eine kleine Anleitung

Die Verkaufsplattform „ebay“ eignet sich hervorragend, um Gebrauchtwaren bzw. Dinge, die du nicht mehr brauchst, einem breiten Publikum anzubieten. Dabei hat ebay lediglich eine Vermittler- bzw. eine gewisse Moderationsrolle inne. In diesem Artikel geht es unter anderem um den optimalen Verkauf auf ebay. Ich selbst nutze die Plattform schon seit einigen Jahren sehr erfolgreich, um überschüssigen Krempel loszuwerden.

Hier eine kleine Anmerkung: Ich habe mittlerweile die Plattform gewechselt. Warum erfährst du hier!

Wie funktioniert ebay?

Ebay ist eine Vermittlerplattform, auf der Verkäufer ihre Waren einstellen und Käufer diese sehen und kaufen können. Dabei fallen Verkaufsgebühren an, welche der Verkäufer trägt. Dafür übernimmt in der Regel der Käufer die Versandkosten, außer es ist etwas anderes im Verkaufstext angegeben. Mehr ist es im ersten Moment nicht. Natürlich lebt ebay von vielen Verkäufen und der dementsprechend hohen Verkaufsprovision.

Auf ebay wird zwischen einem gewerblichen und einem privaten Verkäufer unterschieden. Wenn du gebrauchte Waren aus deinem eigenen Besitz verkaufst, dann bist du in der Regel ein privater Verkäufer. Verkaufst du für deine Familie, Freunde oder Bekannte kann die Sache schon anders aussehen. Gewerbliche Verkäufer haben nämlich zwingend gesetzliche Gewährleistungsfristen zu erfüllen.

Vorteile vom Verkauf auf ebay

Du stellst deinen Artikel 1x ein und kannst ihn ganz Deutschland die gesamte Zeit über anbieten. Du musst dich nicht auf Flohmärkte stellen und damit deine wertvolle Zeit „verschwenden“ (außer natürlich dir macht das unfassbar viel Spaß auf Flohmärkten zu verkaufen).

Wenn du genug Geduld hast, wird sich über kurz oder lang ein Käufer finden, der deinen (sinnvoll gewählten Preis) bezahlen wird, da sich auf ebay einfach viel mehr Menschen tummeln.

Du bist unabhängig von irgendwelchen „Coronaregeln“ und kannst trotzdem deine Sachen online verkaufen.

Nachteile von ebay

Da ist zuerst die Verkaufsgebühr zu nennen, die ebay von einem erfolgreichen Verkauf einbehält – ungefähr 10%. Das ist natürlich eine Menge Holz. Allerdings ist es auch auf Flohmärkten üblich, dass entweder eine Verkaufsgebühr einbehalten wird oder du eine Standgebühr entrichten musst.

Beim Einstellen eines Artikels musst du höllisch aufpassen, was du für zusätzliche Optionen anklickst – unter Umständen können die zu zusätzlichen Kosten führen. Diese zusätzlichen Optionen brauchst du als privater Verkäufer in der Regel nicht.

Es gibt ein gewisses Gefälle zwischen Käufern und Verkäufern. Der Käuferschutz wird auf ebay sehr hoch angesetzt, was grundsätzlich gut ist. Allerdings gibt es immer wieder Käufer, die das auch ausnutzen. Da kann man es als Verkäufer zum Teil schwer haben.

Konkrete Schritte zum Verkauf auf ebay

Wenn ich etwas zum Verkaufen habe, dann prüfe ich zunächst, ob etwas vergleichbares auf ebay überhaupt schon erfolgreich verkauft wurde. Denn wie überall gibt es Dinge, die besser laufen und andere sind regelrechte Ladenhüter. Konkretes Beispiel: Klamotten. No-name-Klamotten kannst du nur in einem Paket aus mehreren Kleidungsstücken anbieten, da der Markt so schon geflutet ist mit Billigmode. Und für ein einzelnes No-name-Teil wird dir keiner die Versandkosten bezahlen. Bei Markenklamotten ist die Lage eine ganz andere! Da gehen auch Einzelstücke sehr gut, wenn sie noch gut in Schuss sind.

Checken, ob schon vergleichbare Artikel über ebay erfolgreich verkauft wurden. Dazu gehst du in die Suchfunktion von ebay und klickst rechts neben dem „Finden-Button“ auf erweitert. Dort klickst du wiederum auf verkaufte Artikel. Dann wird dir in grün angezeigt, was zu welchem Preis verkauft wurde.

Jetzt kannst du auch schon deinen ungefähren Preisrahmen feststecken. Denn du kannst die Liste mit den verkauften Artikeln nach Preis ordnen (teuerster zuerst…). Daran siehst du was maximal für einen entsprechenden Artikel gezahlt wurde. Eine super Orientierungshilfe!

Ran an die Fotos! Sie sind das allerwichtigste!! Im Laden kannst du den Artikel dir selbst ansehen und anfassen. Das geht online nicht, deswegen brauchst du gute Fotos. Bei Klamotten hat es sich bewährt diese vorher zu bügeln. Knitter und Falten sehen auf Fotos nämlich richtig blöd aus. Auf ebay hast du 12 Fotos frei. Ich fotografiere den Artikel immer von jeder Seite, dann habe ich auch eventuelle Fehler oder Fleckchen mit drauf. Achte auch auf das Licht, damit die Farben originalgetreu aussehen.

Die erste Zeile vom Angebot ist die Artikelbezeichnung. Da schreibst du die wichtigsten Eckdaten rein, denn darüber wird dein Artikel gefunden. Statt Spielekonsole halt Playstation. Oder die genaue Marke des Pullis, den du verkaufen willst, inkl. Größe und Farbe.

Eine gute und ehrliche Beschreibung ist das A und O. Verschweige hier nichts. Wenn die Playstation beispielsweise einen fetten Kratzer hat, dann gib ihn mit an. Der Käufer wird ihn sowieso finden und dann gibt es eine schlechte Bewertung, weil die Beschreibung irreführend war.

Zusätzlich solltest du auch in die Artikelbeschreibung mit hineinschreiben, dass du ein privater Verkäufer bist (wenn du es denn tatsächlich bist) und du keine Garantie, Umtausch etc. gewährleisten kannst.

Versandkosten: Bevor ich die Versandkosten angebe, packe ich den Artikel schon mal ein und wiege das Paket. Gerade am Anfang kann man mit den Maßen ganz schön daneben liegen. Außer du möchtest die Versandkosten als Verkäufer sowieso selbst tragen, dann ist das egal. Hier etwas am Rande: einige Verkäufer tragen immer die Versandkosten selbst und setzen dafür den Artikelpreis etwas höher an. Hat aber den Nachteil, dass du auf den Gesamtpreis (inkl. Porto) 10% Verkaufsgebühren zahlst und nicht nur auf den reinen Artikelpreis. Auch solltest du internationalen Versand ausschließen, da das viel höhere Versandkosten sein können.

Auktion vs. Festpreis auf ebay

Hier scheiden sich die Geister und es kommt sehr auf den Zeitdruck an, den du möglicherweise hast.

Eine Auktion hat den Vorteil, wenn du mit einem niedrigen Preis startest, dass du viel mehr Interessenten und Schnäppchenjäger anziehst. Gleichzeitig kann es aber auch passieren, dass dein Artikel zu einem viel niedrigeren Preis über die „Ladentheke“ geht als du eigentlich wolltest. Um das bei einer Auktion zu verhindern, kannst du auch einen Mindestpreis festlegen, der aber Gebühren kostet. Die Auktion kann über 1, 3, 5, 7 oder 10 Tage laufen. Das Ende sollte in den Abendstunden und am Wochenende liegen (beliebte Zeiten Sonntag ab 18/19 Uhr), da dann die meisten Leute im Feierabend sind und Zeit für`s Bieten haben.

Da ich beispielsweise in der Regel keinen Zeitdruck habe, haben sich die allermeisten Verkäufe bei mir über den Festpreis realisiert. Hierbei setze ich den höchsten Preis an, den unter 2. (siehe oben) ermittelt habe. Sollte mein Produkt etwas abgenutzter etc., dann gehe ich gleich ein wenig mit dem Preis runter. Du hast beim Festpreis die Möglichkeit Preisvorschläge zuzulassen. Dabei hat es den Vorteil, dass du mehr Interessenten anziehst, da sie noch etwas feilschen können. Allerdings solltest du dir vorher überlegen, was dein Mindestpreis ist und genau den kannst du dann als unteres Preislimit festlegen. Alle Preisvorschläge, die unter diesem Limit liegen, werden automatisch abgelehnt. Eine wirklich sehr angenehme Funktion. Wenn sich der Artikel zu dem gewählten Festpreis nicht verkaufen sollte, kannst du im Preis etwas nach unten gehen.

Wie bereits geschrieben hat der Festpreis den Vorteil, dass du die volle Kontrolle hast zu welchem Preis dein Artikel verkauft wird. Ja, es kann teilweise etwas länger dauern. Aber wenn du Zeit hast, ist das unerheblich.

Nach erfolgreichem Verkauf auf ebay

Versende zügig. Du kannst in der Artikelbeschreibung einstellen wie lang deine Bearbeitungszeit (quasi Verpacken und zur Post schaffen) ist. Sie sollte nicht 3-4 Tage überschreiten, das macht sonst einfach keinen guten Eindruck.

Verpacke gut gepolstert, wenn es nötig ist. Es gibt ja auf YouTube diverse Videos, wie mit Paketen umgegangen wird. Gerade Technik bzw. Glas und Keramik verzeihen nicht so viel.

Schreibe Bewertungen. 😉

In diesem Sinne: maximale finanzielle Erfolge.

Viele Grüße Anna

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