5 Gedanken aus „The Big Five for Life“ v. John Strelecky

5 Gedanken aus „The Big Five for Life“ v. John Strelecky

Als ich das Buch vor Monaten das erste Mal in der Hand hatte, war der Perspektivwechsel schon beeindruckend. Beim Verfassen der 5 Gedanken aus „The Big Five for Life“* habe ich direkt wieder Gänsehaut bekommen.

Es gibt einige Bücher, die versuchen dem Sinn des Lebens auf die Spur zu kommen. Dieses Buch ist umfasst zwei Themenfelder. Einerseits ist es der persönliche Sinn des Lebens – was will ich? Was erfüllt mich? Andererseits schlägt der Auto auch den Bogen zur Unternehmensführung – Was ist der Zweck eines Unternehmens? Was macht eine gute Führungspersönlichkeit aus?

Die Geschichte handelt um den Geschäftsführer Thomas Derale, der eine Vision vom Leben und von der Unternehmensführung hat und Joe, den er davon überzeugen kann. Das Buch steigt aber genau in dem Moment ein, als Thomas eine fatale Diagnose bekommt und seine Geschichte viel im Rückblick erzählt wird.

1. Ist heute ein guter Museumstag?

Der charismatische Geschäftsmann Thomas stellt dem Angestellten Joe am Bahnsteig genau diese Frage. Zunächst ist Joe unsicher was das soll? So eine Frage und dann auch noch von einem Fremden? Aber die Frage lässt ihm keine Ruhe.

Eine Woche später fragt Joe bei Thomas nach, was es damit auf sich hat. Und Thomas antwortet:

„Als ich durch das Museum schlenderte, schoss mir plötzlich ein Gedanke durch den Kopf. Was wäre, wenn jeder Tag unseres Lebens katalogisiert würde? Unsere Gefühle, die Menschen, mit denen wir zu tun haben, die Dinge, mit denen wir unsere Zeit verbringen? Und wenn am Ende unseres Lebens ein Museum erreicht würde, wie wir unser Leben verbracht haben?“

John Strelecky; The Big Five for Life, S. 24

Wenn wir die meisten Zeit in einem Job verbringen, der uns keinen Spaß macht, dann wird das in dem Museum auch so aufgezeichnet. Wenn wir unsere Kinder anschreien, weil sie uns auf die Nerven gehen, gibt es davon ein Bild. Unser Glück, unsere guten Stunden, unsere Freude… alles wird in Bildern und kleinen Videosequenzen festgehalten. Wenn wir nur 2% unserer Zeit gerne mit unserer Familie verbringen, werden auch nur 2% aller Bilder genau das zeigen.

Was wollen wir am Ende unseres Lebens in unserem Museum sehen? Einen miesen Job, schlechte Laune, traurige Kindergesichter? Oder wollen wir ein Leben sehen, von dem wir immer geträumt haben?

Wovon soll dein Leben handeln? Was sind deine Träume? Was wäre das ideale Leben für dich?

Es ist gerade dieser Perspektivwechsel und das konkrete Beispiel alles in einer Art Museum zu sehen, der bei mir tatsächlich Gänsehaut verursacht hat. Nimm dir ein paar Minuten Zeit und schaue dir dein bisheriges Museum an. Ist es so, wie du es dir vorgestellt hast?

2. Zweck der Existenz

„Mir gefiel die Vorstellung, dass es für jeden einzelnen Menschen einen Grund dafür gibt, am Leben zu sein, dass die Existenz jedes Menschen einen bestimmten Sinn hat.“

John Strelecky; The Big Five for Life, S. 32

Die zentrale Frage schlechthin: Warum sind wir hier? Was ist unser Zweck? Im ersten Schritt geht es um den persönlichen Zweck der Existenz, kurz ZDE. Eine Frage, die ja schon an sich sehr groß ist.

„Als Erstes habe ich mich gefragt. was ich eigentlich mit meinem Leben anfangen wollte. Was würde mich glücklich machen? Warum war ich hier? Was würde mich so erfüllen, dass ich am Ende mit dem Gefühl sterben würde, dass ich das Leben voll und ganz ausgekostet hatte?“

John Strelecky; The Big Five for Life, S. 165 und 166

Es geht darum was uns glücklich macht und uns erfüllt. Nicht nur ein bisschen, sondern so, dass wir jeden Tag sagen können, dass es ein guter und schöner Tag war.

Der Autor schlägt aber auch den Bogen zur Unternehmensführung und fragt, was der Zweck eines Unternehmens ist und ob man nicht nur in einem Unternehmen arbeiten sollte, in dem man seinem eigenen ZDE näher kommt. Warum sollte man einem Job nachgehen, den man nicht mag bzw. den man nur wegen des Gehaltes macht?

„Ich habe ein Unternehmen gegründet, in dem ich das tat, was mir Spaß machte. (…) Daher dachte ich mir, dass ich noch erfolgreicher sein müsste, wenn ich meine Zeit Dingen widmete, die mir eigentlich etwas bedeuteten. Und es funktionierte. Ich war produktiv, ich war effizient, meine Mitarbeiter ließen sich von meiner Begeisterung anstecken…“

John Strelecky; The Big Five for Life, S. 166

3. Big Five for Life

Die Big Five for Life dienen quasi als Ergänzung zum Zweck der Existenz. Den Ursprung haben die „Big Five for Life“ in einem Buch über einen jungen Mann, der nach Afrika fährt. Dort trifft er eine alte, weise Frau, genannt „Ma Ma Gombe“, die mit ihm schließlich zusammen durch den Kontinent Afrika reist. Darin geht es auch darum, die eigenen Big Five kennen zu lernen.

Als kleine Analogie gibt es hierzu die Safari-Tour von Touristen. Wenn man die „Big Five“, dem Falle Löwe, Leopard, Rhinozeros, Elefant und afrikanischer Büffel, in Afrika gesehen hat, war die Reise ein voller Erfolg.

„Ma Ma Gombe erklärt ihrem jungen Begleiter, dass wir alle selbst definieren können, was wir unter Erfolg verstehen, indem wir unsere eigenen Big Five erkennen. Es sind die fünf Dinge, die wir tun, sehen oder erleben möchten, bevor wir sterben. (…) Denn wir haben – und das ist die zentrale Botschaft – unseren Erfolg selbst definiert.“

John Strelecky; The Big Five for Life, S. 67

Was sind die 5 Dinge, die du gemacht, gesehen oder erlebt haben möchtest, bevor du stirbst?

Anmerkung: Es ist eine relativ einfache Frage, aber die Antwort hat es in sich. Denn wir oft lenken wir uns durch das Alltagsrauschen ab und schauen nicht mehr darauf, was wir wirklich wollen?

Wenn du die 5 Dinge hast, dann schreib sie dir am besten auf. Denn auf Papier aufgeschrieben, entfalten sie nochmal eine ganz andere Wirkung.

4. Was macht eine gute Führungskraft aus?

Die Idealvorstellung ist, dass jeder Mensch seinen ZDE kennt und auch nur in Unternehmen arbeitet, die seinen ZDE unterstützen und zum ZDE des Unternehmens passen. Ebenso auch die Führungskräfte. Nur derjenige, der Führungskraft werden möchte, wird zunächst gefördert und geschult, sodass er auch Menschen gut führen kann.

„Als Verantwortliche in Führungspositionen müssen wir uns fragen, was wir wollen. Wenn wir möchten, dass sich ein Hain aus starken, produktiven Führungskräften entwickelt, deren Arbeit nicht nur viele Früchte hervorbringt, sondern ihrerseits ebenfalls junge Führungspersönlichkeiten hochkommen lassen, dann müssen wir sie fördern. Wir müssen ihnen gute Bedingungen bieten, die ausbaufähig sind.(…) Wir bieten ihnen die Möglichkeit, zusammenzuarbeiten, um ihr wahres Potenzial auszuschöpfen.“

John Strelecky; The Big Five for Life, S. 95 und 96

Strelecky gibt in diesem Buch aber auch konkrete Tipps, wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter effektiv arbeiten lassen können. Nämlich, dass sie ihre Mitarbeiter nicht ständig kontrollieren und dass sie auch selbst kreative Lösungswege finden dürfen. Wenn Menschen ihren Job mögen und gerne machen, muss man sie nicht kontrollieren. Denn gerade diese Eigenständigkeit selbst Lösungswege finden zu dürfen, kann sich als sehr effektiv herausstellen.

Auch gibt es 5 Schritte, wie man Mitarbeiter langfristig zu mehr Motivation verhilft.

  1. Ziele klar formulieren. Nur weil es auf der Vorgesetzten-Ebene klar ist, heißt das noch lange nicht, dass auch die Mitarbeiter die konkreten Ziele kennen. Was ist das Ziel und warum?
  2. Die Mitarbeiter bei der Lösung des Problems mit einbeziehen, dann wird die Lösung auch von den Mitarbeitern effektiv umgesetzt.
  3. Mitarbeiter sollten für eine konkrete Aufgabe auch alle Informationen erhalten. Sonst gibt es hinterher eine Menge Frustration und vertane Zeit.
  4. Die persönlichen Ziele der Mitarbeiter mit den Zielen des Unternehmens verbinden. Das ändert entscheidend die Motivation etwas zu tun.
  5. „Wenn jemand aus irgendeinem Grund nicht gut in ein Team passt, sollten sie ihn umgehend herausnehmen.“ Es kostet sonst nur Zeit und Energie.

Aber ein entscheidender Satz kommt in dem Buch auch vor: „Die Unternehmenskultur wird von oben nach unten getragen.“ Das bedeutet, wenn in der Abteilung oder im Unternehmen etwas falsch läuft, muss zunächst die Leitung die Verantwortung übernehmen.

5. K + A < O?

„Ist K + A < O? K sind die Kosten, A ist der Aufwand und O ist der Output. Die meisten Menschen bleiben bei K und A hängen und sehen sich das O nie an. Da K und A sich auf der linken Seite der Gleichung befinden, leiden diese Menschen unter Linksseititis.“

John Strelecky; The Big Five for Life, S. 107 und 108

Im Buch ging es primär darum, warum ein Geschäftsführer jedem Mitarbeiter ein Buch im Quartal kauft. Immerhin entstanden in dem Beispiel Kosten in Höhe von einer halben Million pro Jahr. Aber der Output war das entscheidende. Denn es wurden nur Bücher gekauft, die die Mitarbeiter weiterbrachten, sodass die Produktivität zunahm und der Output nach der Lektüre wesentlich höher war.

Diese Gleichung lässt sich auf viele Bereiche unseres Lebens übertragen!

Viele schauen nur auf die Kosten oder auf den Aufwand, aber sehen den Output nicht. Warum sollte ich noch diese Fortbildung machen? Warum sollte ich gute Erziehungsratgeber lesen? Wieso sollte ich überhaupt lesen? Warum sollte ich Sport machen? Dann kommen häufig Ausreden über Ausreden: keine Zeit, zu teuer oder sinnlos.

Fazit zum Buch „The Big Five for Life“

John Strelecky hat in diesem Buch ziemlich dicke Bretter gebohrt. Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist schon so alt wie die Menschheit. Aber es auf den Zwecke der Existenz mit den Big Five for Life runterzubrechen, ist ein anderer Ansatz sich dieser Frage zu nähern.

Auf der anderen Seite hat Strelecky genau diese Frage mit unserem Job bzw. mit der Unternehmensführung verknüpft. Manchmal hat mich diese Kombination etwas gestört, weil es für mich gefühlt zwei Paar Schuhe sind. Aber vielleicht sehe ich das bisher auch nur deswegen so, weil ich bis vor ein paar Wochen keinen Job hatte, wo ich mit Herzblut dabei war, sondern mich eher als Mitarbeiterin gesehen habe, die ihr Gehalt bezieht.

Es ist definitiv ein lesenswertes Buch, was einem eine neue Perspektive bietet.

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In diesem Sinne: viel Spaß beim Lesen und gute Gedanken 🙂

Anna von Finanzmedicus

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