Grundsätze zum Thema Sparen

Grundsätze zum Thema Sparen

Sparen hat für viele etwas mit hartem Verzicht zu tun und deswegen Sparen sie nicht gern. Warum eigentlich? Denn immerhin müssen die meisten von uns hart für ihr Geld arbeiten. Anders ausgedrückt: du gehst einen Tausch ein – du gibst deine Zeit gegen Gehalt. Aber was könnte wichtiger sein als deine Zeit?

Es gibt ein sehr schönes Buch von Bronnie Ware „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“*. Achtung Spoiler: Die meisten bereuen, dass sie zu viel gearbeitet und zu wenig Zeit mit der Familie verbracht haben. Warum solltest du dann dein hart erarbeitetes Geld mit unnützen Dingen verschwenden? Wahrscheinlich könnten viel mehr Menschen in Teilzeit arbeiten, wenn sie genau abwägen würden, was für materielle Dinge notwendig sind. Aber wir werden von Klein auf drauf getrimmt, dass das eigene Auto, das eigene Haus und der jährliche Urlaub auf den Malediven das ultimative Ziel sind. Willkommen im Hamsterrad. Wenn du nicht brutal blind in diese ganzen Abhängigkeiten hineinschlittern möchtest, dann musst du dir in Bezug auf Geld und in Bezug auf die Definition von persönlicher Freiheit ein neues Mindset zulegen. 

1. Überlege dir wie lange du für etwas arbeiten müsstest

Diese Überlegung ist Gold wert. Es zeigt dir nämlich brutal wieviel (Lebens)Zeit für ein neues Handy/Auto/Markenklamotten drauf geht. Errechne dir einfach mal deinen Netto-Stundenlohn und danach teilst du den Produktpreis durch deinen Netto-Stundenlohn. Dann weißt du wieviele Stunden du für das neue Gadget arbeiten müsstest. Ist es dann für dich immer noch kaufenswert oder würdest du dann lieber das Geld sparen?

2. Langfristige Ziele oder kurzfristige Befriedigung?

Unser Hirn macht manchmal komische Sachen. Es steht zum Beispiel extrem auf kurzfristige Befriedigung, denn dadurch wird viiieeel Dopamin ausgeschüttet. Nach diesem Glückhormon ist unser Gehirn quasi süchtig. Deswegen ist Schokolade futtern oder der Shoppingtripp mit der besten im ersten Moment auch so unglaublich toll. Im zweiten Moment dann weniger…

Aber wenn du ein langfristiges Ziel hast, kannst du diesem Verlangen aktiv entgegentreten.

3. Haushaltsbuch

Manchmal ist das Budget so knapp, dass jeder Cent umgedreht werden muss. Gut, wenn du dann nur die Ausgaben hast, die auch wirklich notwendig oder für dich sinnvoll sind. Was bringt dir ein Auto, wenn der Kühlschrank leer ist? Was bringt dir eine große Wohnung, wenn du die Miete kaum aufbringen kannst? Auf Dauer macht das nicht nur schlechte Laune, sondern greift auch irgendwann dein Nervenkostüm an oder „schlägt dir auf den Magen“.

Oft wissen wir aber gar nicht wo die Geldfresser lauern. Deswegen ist ein Haushaltsbuch die ideale Gelegenheit seine Finanzen auf Vordermann zu bringen und effektiv zu sparen. Es gibt einige Varianten wie du ein Haushaltsbuch führen kannst: klassisch mit Papier und Stift oder mit Hilfe einer Exceltabelle oder du schaust dich auf dem App-Markt um. Hier gibt es einige vielversprechende Tools, die dich dabei unterstützen deine Finanzen im Blick zu behalten.

4. Mehr Einkommen, höhere Ansprüche?

Es ist eigenartig, aber je mehr die meisten Menschen verdienen, desto höher werden auch ihre Ansprüche und damit ihre Ausgaben. Besonders drastisch ist das mit Beginn des Berufslebens zu sehen. Plötzlich kommt das erste große Gehalt und schon überlegt man, ob jetzt ein Auto oder eine größere Wohnung drin ist. Schwups ist das Geld schon wieder knapp. Das muss nicht sein. Wenn du es hinbekommst deine Ausgaben nicht in gleichem Maße hochzuschrauben wie deine Einnahmen, wirst du eine Menge Geld sparen und dabei ein gutes Finanzpolster aufbauen können. Die meisten bekommen das gar nicht so richtig mit, sondern wundern sich nur darüber, dass trotz höherem Einkommen immer noch so wenig Geld am Monatsende übrig bleibt. 

5. 10 Sekunden-Regel

Bevor du beim Einkaufen etwas in den Einkaufswagen legst, nimm das Produkt in deine Hand und überlege dir für 10 Sekunden, ob du das WIRKLICH brauchst. Oft denken wir nämlich im ersten Moment „Cool, kann ich gebrauchen!“, um dann zu Hause festzustellen, dass es doch nicht notwendig gewesen wäre.

Eine andere Strategie ist auch, dass du während des Einkaufes das Produkt zunächst wieder ins Regal stellst und wenn du es am Ende des Einkaufen immer noch kaufen möchtest, dann gehst du wieder zum Regal und legst es in deinen Einkaufswagen.

6. 30-Tages-Regel

Diese Regel ist vor allem bei größeren Anschaffungen sehr nützlich. Bevor du eine größere Anschaffung tätigst, lässt du dir erst einmal 30 Tage lang Zeit. Wenn du nach diesen 30 Tagen den neuen Computer, Kamera oder was es auch ist, immer noch haben möchtest, kaufst du es.

7. Investments schaffen!

Nur über Investments kommst du zu einem positiven Cashflow bzw. kann dein Geld hart für DICH arbeiten. Da die 5%-Tagesgeldzinsen vor 15 Jahren schon wie ein Märchen klingen und in nächster Zukunft auch nicht wiederkommen, müssen andere Anlageklassen her. Wieder ein Buchtipp für Einsteiger: Rich DaD Poor Dad von Robert T. Kiyosaki*. Dieses Buch ist ein wunderbares Einstiegswerk für Finanzneulinge. Es klärt anschaulich was der Unterschied zwischen einem Investment und einer Verbindlichkeit ist. Und ja, die selbstgenutzte Immobilie ist eine Verbindlichkeit, da das Geld aus deiner Tasche herausfließt *zwinker*.

8. Steuererklärung machen!

Du willst (dein) Geld vom Staat zurück, dann ran an den Speck und mach deine Einkommensteuererklärung. Hier geht’s zu mehr Tipps für die Steuererklärung.

Für mehr Spartipps: http://www.finanzmedicus.de/28-clevere-spartipps-fuer-den-alltag

In diesem Sinne: maximalen finanziellen Erfolg!

Deine Finanzmedicus

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